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Krasnodar schlägt Trabzonspor mit 3:1

7.11.2019 21:09 Uhr, von Chris Ehrhardt

Nach drei Spielen in der Europa League reiste Trabzonspor mit zwei Niederlagen und einem Remis im Gepäck in die Millionenstadt Krasnodar nach Südrussland. Mit nur einem Punkt stand das Team von der türkischen Schwarzmeerküste massiv mit dem Rücken zur Wand und musste auswärts siegen, um theoretische Chancen auf das Überwintern auf dem europäischen Parkett zu erhalten. Das klappte nicht und Trabzon ging in Russland mit 1:3 unter, womit wohl alle Chancen aufs Weiterkommen erledigt sein dürften.

Die ersten 20 Minuten der Partie waren von vorsichtigem Spiel auf beiden Seiten geprägt. Krasnodar wusste, dass angeschossene Tiger gefährlich sind und Trabzonspor wollte sich keinen schnellen Treffer fangen, der die eigenen Chancen in den Keller drücken konnte. Und so kam die Führung der Hausherren in der 27. Minute etwas überraschend. Und es war mit Manuel Fernandes ausgerechnet ein ehemaliger Spieler vom Erzrivalen Besiktas Istanbul, der Trabzon anzählte. Doppelpass vom Portugiesen in der Box mit dem Schweden Kristoffer Olsson und dann ein sehenswerter Kracher von Fernandes, der von seinem Landsmann und Namensvetter Ivanildo Fernandes abgefälscht wurde – 1:0. Danach war der Bann gebrochen und Krasnodar gab Gas. Das zahlte sich in der 35. Minute aus – wieder durch den ehemaligen Adler. Magomed-Shapi Suleymanov rutschte ein Schuss ab und Fernandes zwirbelte das Leder bei der Hacke ins Netz – tolles 2:0 und ein Hauch von Süper Lig. Damit ging es in die Halbzeit.

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Die zweite Hälfte plätscherte so vor sich hin, Krasnodar musste nicht mehr, Trabzonspor konnte nicht und so entwickelte sich kein wirklich gutes Spiel mehr. Bis zur Nachspielzeit mussten die Zuschauer warten, damit es sie nochmals von den Sitzen riss. Und zuerst war erneut Krasnodar an der Reihe. In der dritten Minute der Nachspielzeit von vier Minuten gab es Ecke für die Russen. Die Kugel ging durch Freund und Feind, fand am zweiten Pfosten Ivan Ignatyev und der machte locker das Tor – 3:0. Nun wollte aber Trabzon auch noch treffen und das gelang in der vierten Nachspielminute auch. Krasnodar war gedanklich schon unter der Dusche, da tauchte der Nigerianer Anthony Nwakaeme am Strafraum auf, hielt richtig drauf und es rappelte im Karton – 3:1. Das war es dann auch und die Tiger von der Schwarzmeerküste kommen nach vier Spielen auf einen Punkt bei drei Niederlagen und einem Remis. Das sollte es auf europäischer Bühne gewesen sein.

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