afp

Krampfanfall hat SUV-Unglück in Berlin ausgelöst

16.10.2019 20:37 Uhr

Viel war rund um den tödlichen SUV-Unfall von Berlin spekuliert worden. Gewisse Kreise waren vorschnell von einem Terroranschlag ausgegangen und hatten entsprechende Meldungen auf den Social Media abgesetzt. Es war, wie bereits zeitnah nach dem SUV-Unglück spekuliert wurde, eine medizinische Ursache, welche den Fahrer beschleunigen ließ: Er hat einen Krampfanfall erlitten, der ihn nahezu bewegungsunfähig stellte, teilte die Staasanwaltschaft Berlin mit. Gegen derartige Krämpfe nahm der Fahrer regelmäßig Medikamente ein. Ein technischer Defekt am Pkw konnte wie ein Terrormotiv ausgeschlossen werden.

Die Ermittlungen laufen der Staatsanwaltschaft zufolge weiter. Zuvor hatte der RBB unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet, der SUV-Fahrer habe einen epileptischen Anfall erlitten. Dadurch habe er einen Krampf im Bein gehabt und das Gaspedal durchgedrückt. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob der Fahrer sein Versagen hätte vorhersehen können und ihm fahrlässige Tötung zum Vorwurf gemacht werden könne, berichtete der RBB. Dazu äußerte sich die Ermittlungsbehörde am Mittwoch zunächst nicht.

Bei dem Unfall Anfang September war der Sportgeländewagen vom Typ Porsche Macan auf einer Straße in Berlin-Mitte nach links von der Fahrbahn abgekommen. Er überfuhr vier Menschen sowie mehrere Poller und einen Ampelmast. Ein drei Jahre altes Kind, zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren sowie eine 64-jährige Frau starben noch am Unfallort. Der Vorfall löste ein Debatte über strengere Auflagen für SUVs in Innenstädten aus.

(ce/afp)

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