epa/Hayoung Jeon

Kramp-Karrenbauer will Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur in einer Hand sehen

10.2.2020 15:37 Uhr

Solange sich die Union nicht auf einen Kanzlerkandidaten geeinigt hat, will CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Amt bleiben. Die Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz sei eine Schwächung der Partei in einer Zeit, in der Deutschland eine starke CDU brauche, sagte Kramp-Karrenbauer am Montag nach einer Sitzung der Parteigremien in Berlin. "Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur müssen am Ende aber aus meiner Sicht in einer Hand liegen."

Deswegen wolle sie so lange Parteivorsitzende bleiben, bis die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur getroffen sei, "und dann das Parteiamt in die entsprechenden Hände abgeben".

AfD stehe "gegen alles, was die CDU ausmacht"

Kramp-Karrenbauer sagte, die AfD stehe "gegen alles, was die CDU ausmacht". Jede Annäherung an diese Partei schwäche die CDU. Geschichte und Programmatik der Linkspartei stünden gegen die Werte, die das Fundament der CDU ausmachten.

"Diese Entscheidung ist seit einer geraumen Zeit in mir gereift und gewachsen", sagte Kramp-Karrenbauer. Sie betonte zugleich, dass die Frage der Kanzlerkandidatur auf einem Bundesparteitag getroffen werde. Alle anderen Vorschläge wie etwa eine Mitgliederbefragung seien beim vergangenen Bundesparteitag abgelehnt worden. Sie wolle diesen Prozess "von vorne führen". Einen möglichen Nachfolger oder eine Nachfolgerin nannte sie nicht.

(an/dpa)

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