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Kramp-Karrenbauer schüre Ängste

11.6.2019 11:48 Uhr

Mit Blick auf ein mögliches Bündnis aus SPD, Grünen und Linken im Bund hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil der CDU-Chefin Anngeret Kramp-Karrenbauer „plumpe Angstmacherei“ vorgeworfen. „Die Große Koalition ist nicht für immer in Stein gemeißelt“, sagte Klingbeil dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Konstellationen jenseits der Union werden künftig auch wieder möglich sein. Was deshalb nicht mehr funktioniert, ist die plumpe Angstmacherei der Union vor einer Zusammenarbeit von SPD, Grünen und Linken.“ Die Bürger fielen darauf nicht herein.

Warnung vor linker Koalition

Angesichts der Verhandlungen über eine linke Koalition in Bremen hatte Kramp-Karrenbauer vor einem solchen Kurs der Grünen auch im Bund gewarnt. „Wer von einer neuen Regierung träumt und Grün wählt, muss wissen, dass er mit der Linkspartei aufwachen kann“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Der Höhenflug der Grünen in den Umfragen hat der Frage nach möglichen künftigen Bündnissen der Partei auf Bundesebene zusätzliche Bedeutung verliehen.

Klingbeil sagte dem RND, er erwarte, dass sich die Union klar von der AfD abgrenze. „In den ostdeutschen Bundesländern gibt es immer wieder Stimmen, die die Zusammenarbeit ausbauen wollen. Dazu höre ich von Frau Kramp-Karrenbauer nichts“, kritisierte er.

(an/dpa)