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Korruption: Zwei Jahre Hausarrest für Sudans al-Baschir

14.12.2019 11:24 Uhr

Am Samstag wurde der langjährige Machthaber des Sudans, Omar al-Baschir, wegen Korruption zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt.

Das teilte das Gericht am Samstag mit. In dem Verfahren ging es um 25 Millionen Dollar (22 Millionen Euro), die der frühere Machthaber kurz vor seinem Sturz vor gut acht Monaten aus Saudi-Arabien erhalten hatte.Er müsse die Strafe in einer Pflegeeinrichtung verbüßen, teilte der zuständige Richter am Samstag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mit. Wegen seines hohen Alters sei der 75-Jährige gemäß des sudanesischen Rechts nicht zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Al-Baschir hatten mehr als zehn Jahre Haft gedroht.

Weiterer Prozess

Der Prozess gegen den derzeit in Khartum inhaftierten 75-Jährigen hatte im August begonnen. Der jahrzehntelange Machthaber erschien mehrfach zu Anhörungen vor Gericht und verfolgte das Geschehen dort hinter Gittern.

Er soll die nun gegen ihn verhängte Haftstrafe laut Gericht erst antreten, wenn in einem anderen Prozess gegen ihn das Urteil gefallen ist. Dabei geht es um die Tötung von Demonstranten.

Al-Baschir, der sein Land fast 30 Jahre lang autoritär regierte, war nach monatelangen Protesten im April von der Armee gestürzt worden. Gegen ihn liegt auch ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag vor. Dort werden dem 75-Jährigen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in der Krisenregion Darfur vorgeworfen.

Zuletzt aktualisiert : 14.12.2019, 11:26:14

(be/afp)

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