epa/Jim Lo Scalzo

Konzern setzte Experten für Entschädigungen ein

17.7.2019 22:12 Uhr

Prominente Ünterstützung holt sich der US-Flugzeugbauer Boeing bei der Entschädigung von Angehörigen der Opfer der Flugzeugabstürze in Indonesien und Äthiopien. Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, den US-Staranwalt Kenneth Feinberg und seine Partnerin Camille Biros mit der Verteilung von Geldern aus einem 100 Millionen Dollar schweren Hilfsfonds betraut zu haben.

Boeing kündigte zudem an, dass 50 Millionen Dollar dieser Mittel schon kurzfristig an Familien der Opfer fließen sollen. Bei den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max waren im Oktober und März insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

Feinberg gilt als Experte in Entschädigungsfragen

Feinberg gilt als bekanntester US-Experte in Entschädigungsfragen und wird häufig als Mediator berufen. Er war unter anderem für Kompensationen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zuständig.

Auch bei Volkswagens Abgasaffäre und einem Skandal um defekte Zündschlösser bei General Motors kümmerte Feinberg sich um Entschädigungen. Zuletzt bestellte ein US-Richter ihn als Vermittler im Rechtsstreit gegen den Bayer-Konzern wegen angeblicher Krebsgefahr von Unkrautvernichtungsmitteln mit dem Wirkstoff Glyphosat.

(an/dpa)

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