dha

Konya plant Großprojekt zur Versorgung der Straßentiere

18.4.2020 13:24 Uhr

Straßenkatzen- und Hunde gehören zum alltäglichen Bild in der Türkei dazu wie Tee oder die Sonne. Doch gerade während der Corona-Krise wird klar, wie viel Unterstützung die Tiere durch Anwohner und Touristen erhielten – denn mit den Ausgangsbeschränkungen blieben die Menschen aus und die Tiere plötzlich hungrig.

Nachdem das Innenministerium die Stadtverwaltungen bereits dazu angewiesen hatte, die Straßentiere während der Ausgangsbeschränkungen mit Futter und Wasser zu versorgen, geht die Stadt Konya im Herzen Anatoliens einen Schritt weiter: Bürgermeister Ugur Ibrahim Altay verkündete ein Projekt für Straßentiere, bei dem Lebensmittelreste durch neuartige Verfahren zu Tierfutter verarbeitet werden.

Zwei Tonnen Tierfutter täglich

Altay betont, dass dies nicht das erste Projekt für Straßentiere in Konya sei, aber man mit dieser Idee ein Vorbild für die Welt werden möchte. "Lebensmittelreste verfügen über einen hohen Nährwert für die Tiere. So bekommen die Tiere hochwertiges Futter, das nicht teuer ist. Die geplante Anlage wird eine Lebensmittelrest-Verarbeitungskapazität von zehn Tonnen pro Tag haben. Wir planen, täglich zwei Tonnen Tierfutter zu produzieren."

Anstatt zumeist teuer importiertes Tierfutter zu nutzen, würde man so auch die örtliche Wirtschaft stützen. "In unserem Tierheim werden jährlich rund 400 Tonnen Futter verbraucht. Wenn unser Projekt an den Start geht, werden unsere Abhängigkeit von importiertem Futter als auch die Kosten deutlich verringert."

Und die Tiere freuen sich.

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.