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Kontaktgruppe berät Krise in Venezuela

3.2.2019 15:19 Uhr

In Uruguay hat sich nun eine hochrangige Kontaktgruppe lateinamerikanischer und europäischer Länder getroffen. Sie wollen zu einer Entschärfung der Krise in Venezuela hinarbeiten.

Dies teilte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Sonntag mit. Deutschland ist Mitglied der Kontaktgruppe.

Die EU hatte vorige Woche keine einheitliche Linie im Streit über die Anerkennung des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó in Venezuela erzielt. Doch wurde die Gründung der Kontaktgruppe angekündigt. Diese soll helfen, die Krise in dem ölreichen südamerikanischen Staat friedlich durch freie Wahlen zu beenden.

In der Kontaktgruppe sollen die EU sowie deren Mitglieder Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden und Großbritannien mit den lateinamerikanischen Ländern Bolivien, Costa Rica, Ecuador und Uruguay zusammenarbeiten. Vermittlungsversuche zwischen dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und Oppositionsführer Guaidó soll es aber nicht geben.

Deutschland und mehrere andere europäische Staaten hatten Maduro ein Ultimatum gestellt: Falls er bis zu diesem Sonntag keine fairen Neuwahlen des Präsidenten ausruft, wollen sie Guaidó als Interimsstaatschef anerkennen.

(an/dpa)