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Konservative Realisten lösen sich auf

23.7.2019 22:13 Uhr

Sie wollten frischen Wind in die Parteienlandschaft in Tschechien bringen, doch nun haben sich die konservativen Realisten nach zweieinhalb Jahren selbst aufgelöst. Das berichteten Zeitungen in Prag am Dienstag.

Der Gründer der Partei, die auf Tschechisch «realiste» hieß, war der seit Jahrzehnten in Hamburg lebende Politologe Peter Robejsek. Er hatte von 1998 bis 2007 das dortige Internationale Institut für Politik und Wirtschaft - Haus Rissen - geleitet.

Mangelnde Erfolge

Als Grund für die Auflösung wurden die ausbleibenden Erfolge genannt. Bei den Parlamentswahlen vor zwei Jahren erzielte die Partei nur 0,71 Prozent der Stimmen, obwohl sie sich 20 Prozent als Ziel gesetzt hatte. Die Realisten wollten für nationale Interessen, Sicherheit und die Bedeutung der Familie stehen.

Das konservative Parteienspektrum in Tschechien ist seit Jahren stark zersplittert. Neben den Christdemokraten (KDU-CSL) buhlen auch die Bürgermeisterpartei STAN, die traditionsorientierte TOP09 sowie die Bürgerdemokraten (ODS) um die Gunst des bürgerlichen Lagers. Alle vier sind derzeit in der Opposition. Es regiert eine Koalition aus der liberal-populistischen ANO des Multimilliardärs Andrej Babis und der sozialdemokratischen CSSD, die von den Kommunisten geduldet wird.

(an/dpa)

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