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Konfliktparteien stimmen befristeter Waffenruhe zu

10.8.2019 21:51 Uhr

Sowohl die international anerkannte libysche Regierung als auch die abtrünnigen Truppen um General Chalifa Haftar haben einer von den Vereinten Nationen geforderten Kampfpause aus humanitären Gründen während des mehrtägigen Opferfestes rund um die Hauptstadt Tripolis zugestimmt.

Ihre Einwilligung in die von den Vereinten Nationen geforderte Kampfpause aus humanitären Gründen während des mehrtägigen Opferfestes, dem höchsten islamischen Feiertag. Bei einem Anschlag auf einen UN-Fahrzeugkonvoi wurden derweil zwei UN-Mitarbeiter getötet. eneral Haftar habe die Einstellung aller Militäreinsätze in den Vororten von Tripolis beschlossen, sagte ein Sprecher seiner sogenannten Libyschen Nationalen Armee (LNA) am Samstag.

Zweitägige Kampfpause

Die Waffenruhe laufe von Samstagnachmittag bis Montagnachmittag. Auf jeglichen Verstoß werde die LNA "sofort und streng an allen Fronten" reagieren. Zuvor hatte bereits die libysche Regierung der Waffenruhe unter Bedingungen zugestimmt. Haftars Truppen hatten im April eine Offensive zur Eroberung von Tripolis gestartet. Regierungstreue Truppen und Einheiten Haftars liefern sich seither erbitterte Kämpfe um die Kontrolle der Hauptstadt. Nach UN-Angaben wurden bisher mehr als 1000 Menschen getötet. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten des Krisenstaates.

Autobombe tötet zwei UN-Mitarbeiter

In Bengasi, einer Hochburg Haftars, starben am Samstag zwei UN-Mitarbeiter, als eine Autobombe beim Vorbeifahren ihres Konvois explodierte. Acht weitere Menschen wurden nach Angaben eines UN-Vertreters bei dem Anschlag verletzt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos. Die international anerkannte Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten Libyens.

(be/afp)

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