epa/Cypriotic Press Office

Konfliktparteien miteinander im Dialog

10.8.2019 10:47 Uhr

Auf Zypern haben sich die griechischen und türkischen Führer darauf geeinigt, ihre Bemühungen zur Überwindung der seit 45 Jahren andauernden Teilung der Mittelmeerinsel unter UN-Schirmherrschaft fortzusetzen. Dazu wollen sie sich bei den nächsten UN-Vollversammlung mit dem UN-Generalsekretär António Guterres im September treffen. Dies erklärte ein Sprecher der Vertretung der Vereinten Nationen (UN) auf Zypern am Freitag.

Die griechischen Zyprer wurden vom Präsidenten der Republik Zypern, Nikos Anastasiades, vertreten, die türkischen Zyprer vom Präsidenten der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Mustafa Akinci. Das Treffen sei "ehrlich und konstruktiv" gewesen. Ein Datum für den Wiederbeginn intensiver Gespräche wurde jedoch nicht genannt.

Inselrepublik ist seit 2004 EU-Mitglied

Die UN-Bemühungen zur Überwindung des Konflikts waren 2017 hauptsächlich an der Frage des Abzugs der rund 35 000 türkischen Soldaten aus dem Norden gescheitert. Zu zusätzlichen Spannungen zwischen Nikosia und Ankara führt derzeit ein Konflikt um Erdgasvorkommen unter dem Meeresboden vor der Küste Zyperns. Ankara lehnt die Ausbeutung dieser Erdgasvorkommen ohne die Zustimmung und die Beteiligung der türkischen Zyprer an den Gewinnen ab.

Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Die Inselrepublik ist seit 2004 EU-Mitglied. Das EU-Recht gilt aber nur im griechisch-zyprischen Süden.

(an/dpa)

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