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Konfliktparteien in Libyen einigen sich auf Waffenstillstand

21.8.2020 23:05 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Kriegsparteien des Libyenkonflikts haben sich auf einen Waffenstillstand im ganzen Land geeinigt, um die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im März 2021 abzuhalten.

Präsident Fayez al-Sarraj sagte am 21. August: "Es gebe Anweisungen an alle Streitkräfte, alle Kampfhandlungen in ganz Libyen einzustellen."

UN will diplomatische Lösung

Bei dem Konflikt ringen die Regierungstruppen aus Tripolis und die Streitkräfte von General Haftar in Tobruk um die Kontrolle im Land.

Die beiden Parteien kämpfen um die strategisch wichtige Stadt Sirte, während sich die USA, die UN und Deutschland um eine diplomatische Lösung bemühen.

Libyen will zurück zur Ölförderung

Sowohl Tripolis als auch Tobruk unterstützen die Idee, eine entmilitarisierte Zone um Sirte und Jufra zu schaffen, als Voraussetzung für einen Waffenstillstand zwischen den beiden Parteien.

Ziel sei die territoriale Einigung des Landes, der Abzug sämtlicher ausländischen Truppen und die Wiederaufnahme der Ölförderung.

In Libyen brach nach dem Sturz Gaddafis durch die Nato ein Bürgerkrieg aus. Seitdem kämpfen bewaffnete Gruppierungen aus dem In- und Ausland um Einfluss im Land.

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