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Konflikt um Emre Mor spitzt sich juristisch zu

14.7.2019 18:20 Uhr, von Chris Ehrhardt

Der Name Emre Mor ist seit seiner Zeit bei Borussia Dortmund und Celta Vigo nahezu "verbrannt". Vereinsübergeifend wird von Disziplinlosigkeiten berichtet. Und der mögliche Wechsel von Mor zu Galatasaray Istanbul fügt dem Komplettbild ein weiteres Kapitel hinzu. Offensichtlich hat der talentierte Jungspieler eine Agentur für seinen Transfer beauftragt und trotzdem auf eigene Faust verhandelt – ein No-Go im Geschäftsleben. Pacta sunt servanda – Verträge müssen erfüllt werden – selbst, wenn sie mündlich geschlossen wurden.

Wie die Agentur WBD Capital – in Person ihres Verantwortlichen Erik Fernando Alonso – via Twitter mitteilte, wird man am Montag juristische Schritte gegen Emre Mor einleiten. Er hat, wie eigentlich und traurigerweise zu erwarten war, eine dreitägige Frist, in welcher er die Agentur kontakten sollte, ungenutzt verstreichen lassen. Dieses Verhalten ist sehr blauäugig, um es höflich zu formulieren. Vielleicht hätte man sich sonst noch einigen können, ohne dass Gerichte bemüht werden müssen.

Ist Emre Mor international "verbrannt"?

Die Agentur kann nach ihrer Auffassung hieb- und stichfest belegen, von Mor selbst mit der Wahrnehmung seiner Interessen bei einem Transfer zu vertreten, beziehungsweise für ihn einen neuen Verein zu suchen. Und die Agentur fühlt sich nun, nachdem eine angebliche Einigung zwischen dem türkischen Double-Sieger Galatasaray und ihrem Klienten ohne ihr Mitwirken transparent wurde, genasführt. Man besteht, da man auch mit anderen Klubs in Verhandlungen stand, auf eine Einbindung in das Transfergeschehen um Emre Mor.

Ab Montag sollen also nun die Anwälte die Gespräche führen. Es wird ein weiteres Puzzlestück zur Personalie Emre Mor hinzugefügt, welches das Bild das Spielers nicht in einem besseren Licht erscheinen lassen wird.

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