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Konferenz in Istanbul zur Kaschmir-Frage

4.7.2020 15:15 Uhr, von Andreas Neubrand

Auf einer Konferenz in der Türkei am 30. Juni wurde der Generalsekretär der Vereinten Nationen aufgefordert, einen Sonderbeauftragten zur Beilegung des Kaschmir-Konflikts zu ernennen. Außerdem soll es zu einer Volksabstimmung in Kaschmir unter Aufsicht der UN kommen.

In einer gemeinsamen 13-Punkte-Erklärung, die am Ende einer, von der Universität Istanbul veranstalteten, zweitägigen internationalen Konferenz über Kaschmir abgegeben wurde, forderte die Teilnehmer auf, "eine gerechte und dauerhafte Lösung" zu finden. Diese solle gemäß der Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen entstehen.

Dialog mit den Bürgern aus Kaschmir

Die Teilnehmer der Konferenz begrüßten den Vorstoß des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogans, sich für die Lösung des Kaschmir-Konfliktes einzusetzen. "Wir erwarten, dass der Dialog mit unseren Brüdern in Kaschmir im Einklang mit der UN-Resolution stehe", so der türkische Präsident und kritisierte den demografischen Wandel in der umstrittenen Region nach dem neuen Aufenthaltsgesetz.

Muslime in Kaschmir fürchten nach dem umstrittenen Gesetz, welches die Umsiedelung von Indern nach Kaschmir erleichtert, zur Minderheit in ihrer eigenen Region zu werden.

Vebrechen gegen die Menschlichkeit

Die Konferenz-Teilnehmer sind sich einig, dass die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) auf, ihr Angebot an Indien, Beobachter nach Kaschmir und Jammu zu schicken, erneuern müsse. Die Teilnehmer verurteilen die "schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit" die das indische Militär in Kaschmir und Jammu verübt haben. Auch wurde die Freilassung politischer Gefangener gefordert.

"Die Verbrechen reichen von Völkermord, außergerichtliche Morde bis hin zu willkürlichen Verhaftungen und Folter", so die Teilnehmer. Der pakistanische Generalkonsul in Istanbul Bilal Khan Pasha forderte Indien dazu auf, seine "offensichtliche Menschenrechtsverletzungen zu stoppen" und Beobachtern von OIC und der UN uneingeschränkten Zugang zur Region zu gewähren.

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