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Konferenz im Vatikan: Reformbewegung spricht von "Schicksalsgipfel"

20.2.2019 14:57 Uhr

Der erste Krisengipfel im Vatikan zum Umgang mit sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen beginnt morgen. Viele erhoffen sich dadurch eine Veränderung innerhalb der Institution. Für "Wir sind Kirche" ist das Treffen ein "Schicksalsgipfel", so Christian Weisner, der Sprecher der Reformbewegung.

"Es gibt viel Betroffenheitsgerede." Nach dem Gipfel müssten aber Taten folgen.

Forderung nach Rücktritten

"Wir brauchen klare Anweisungen, wie mit Verdachtsfällen umzugehen ist", forderte Weisner. Es sei wichtig, dass die Kirche weltweit sexuellen Missbrauch als Verbrechen anerkennt und außerdem einräumt, dass eine "verbotsorientierte Sexualmoral" Missbrauch von Kindern begünstige. "Ich erwarte, dass nach dem Gipfel manche Rücktritte folgen", sagte Edgar Büttner, "Wir sind Kirche"-Sprecher im Erzbistum München und Freising.

Für diesen Donnerstag hat Papst Franziskus die Spitzen der Bischofskonferenzen der Welt zu einem Gipfel in den Vatikan geladen, um Missbrauch und jahrzehntelanger Vertuschung den Kampf anzusagen.

(sis/dpa)

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