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Kolumbien: Guerillaorganisation ELN soll hinter Anschlag stecken

18.1.2019 15:45 Uhr

Hinter dem schweren Bombenattentat mit über 20 Toten auf eine Polizeiakademie in Bogotá soll die linke Guerillaorganisation ELN stehen. "Diese Leben wurden zerstört durch eine verwerfliche Aktion, durchgeführt von der ELN", sagte Verteidigungsminister Guillermo Botero am Freitag.

Bei einem Anschlag auf eine Polizeiakademie in der kolumbianischen Hauptstadt waren am Donnerstag 21 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende weitere verletzt worden. Kurz nach einer Zeremonie zur Beförderung von Kadetten hatte ein Mann ein mit Sprengstoff beladenes Auto auf das Gelände der Polizeischule General Santander im Süden der Millionenmetropole gefahren und zur Detonation gebracht.

Quelle: AFP

Der Täter, der bei dem Anschlag ums Leben kam, habe den Ermittlungen zufolge unter dem Kampfnamen "Mocho Kico" jahrelang als Sprengstoffexperte in den Reihen der linken Guerillaorganisation ELN im Osten des Landes gedient, sagte Verteidigungsminister Botero.

Die Nationale Befreiungsarmee (spanisch: Ejercito de Liberación Nacional, kurz: ELN) wurde 1964 von Fabio Vasquez Castaño gegründet und gilt als eine der ältesten Terrorgruppen der Welt.

(an/dpa)