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Klöckner: Lebensmittelbranchen stehen vor Herausforderungen

26.3.2020 17:54 Uhr

Nach Angaben von Agrarministerin Julia Klöckner haben Teile der Ernährungsbranche mit fehlendem Personal zu kämpfen. Grund ist die sich stetig ausbreitende Corona-Krise Die Situation sei teils "sehr angespannt", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin und nannte konkret Schlacht- und Zerlegebetriebe sowie Molkereien.

Es fehlten Berufspendler aus Polen und Tschechien sowie Mitarbeiter, die Kinder zu Hause betreuen müssten oder krank seien.

Hamsterkäufe weiterhin unnötig

Klöckner bekräftigte, dass Hamsterkäufe nicht notwendig seien. Es gebe keinen Grund, Lebensmittel zu horten, die "wenn man zu viel gekauft hat vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne wandern", sagte Klöckner. Ihr Ministerium hat in Sozialen Netzwerken die Kampagne "Kauf nur, was du brauchst" gestartet, für die Promis wie Sänger Max Giesinger und Sängerin Stefanie Hertel werben. "Es wird sicherlich bei den ein oder anderen Waren mal Engpässe geben, aber bei den Grundnahrungsmitteln sind wir wirklich sehr gut aufgestellt."

Mit Blick auf fehlende Saisonarbeitskräfte sagte Klöckner, im März würden etwa 30 000 zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht, im Mai sogar 80 000. Die neue Plattform, über die Arbeitssuchende und Landwirte zusammengebracht würden, sei bereits erfolgreich. Innenminister Horst Seehofer (CSU) prüfe, ob Asylbewerber ohne Arbeitsverbot aushelfen könnten. Für Stundenten, Menschen in Kurzarbeit und andere Gruppen seien Zuverdienst-Regelungen gelockert worden.

(an/dpa)

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