imago images / Contrast

Klinsis Hertha jagt Schalke einen Punkt ab

31.1.2020 22:37 Uhr

Der FC Schalke 04 wollte gerne die derbe 0:5-Klatsche gegen den FC Bayern München vom vergangenen Wochenende vergessen machen. Das sollte gegen Hertha BSC, die vom ehemaligen Bayern-Spieler und Coach der Münchener Jürgen Klinsmann trainiert werden, gelingen. Doch daraus wurde am Ende nichts. In einem zähen Spiel ließen die Knappen zwei Punkte liegen und mussten sich mit einem torlosen Remis in der Hauptstadt begnügen. Nun droht den Pott-Kickern, dass sie den Anschluss an die Champions-League-Plätze in der Bundesliga einbüßen.

Die Berliner, die im Winter allein an Ablöse rund 80 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben haben, aber immer noch um den Klassenerhalt bangen müssen, dürften mit dem Unentschieden etwas zufriedener sein. Schalke-Torhüter Alexander Nübel war bei seiner Rückkehr nach der Rotsperre und der Bekanntgabe seines Wechsels zu Bayern München weitestgehend beschäftigungslos und wurde von den eigenen Fans ohne die befürchteten Beschimpfungen empfangen.

Hertha warf nicht alle Neuen ins Rennen

Von Herthas vier Winter-Transfers spielte vor rund 50.000 Zuschauern im Olympiastadion nur Santiago Ascacibar als Mittelfeld-Abräumer von Beginn an. Der polnische Nationalstürmer Krzysztof Piatek wurde in der 63. Minute unter großem Jubel eingewechselt und erzielte um ein Haar sein erstes Tor, während Cunha aktuell mit der U23-Auswahl Brasiliens um ein Olympia-Ticket spielt. Lucas Tousart wurde für die Rückrunde sofort wieder an Olympique Lyon zurückverliehen.

Die Gäste-Fans verdeutlichten zum Spielbeginn auf einem großen Plakat den ihrer Meinung nach größten Unterschied zwischen Schalke und Hertha, an dem Investor Lars Windhorst 49,9 Prozent der Anteile erworben hat: "Eingetragener Verein".

Die Null steht mit Nübel im Tor

Auf dem Rasen fanden die Königsblauen, die vor einer Woche bei Bayern München noch mit 0:5 unter die Räder gekommen waren, etwas besser ins Spiel. Angetrieben von einem quirligen, im Passspiel aber oft fehlerhaften Amine Harit versuchten die Schalker, das Abwehr-Bollwerk der Herthaner zu knacken. Bis auf den Schuss von Weston McKennie (45.+1), den die Herthaner Maximilian Mittelstädt und Rune Jarstein noch über die Latte lenkten, kam dabei aber zunächst nichts heraus.

Auf der anderen Seite hatte Nübel in der ersten Hälfte praktisch nichts zu tun, die Berliner wagten sich kaum in den gegnerischen Strafraum. Dodi Lukebakio lief für den am Freitag zu Werder Bremen gewechselten Davie Selke als Stoßstürmer auf. Der Belgier wich aber auch oft auf die Flügel aus oder ließ sich ins Mittelfeld fallen und fehlte dadurch oft als Anspielstation im Sturmzentrum.

Nach dem Seitenwechsel gingen beide Teams etwas mehr ins Risiko, was zu Chancen auf beiden Seiten führte. Die größte vergab Schalke-Stürmer Benito Raman (58.) nach einem kapitalen Fehlpass von Hertha-Verteidiger Dedryck Boyata. In der 52. Minute hatte Schalkes Innenverteidiger Ozan Kabak Glück, dass Schiedsrichter Sascha Stegemann sein Trikothalten im Strafraum gegen den schnellen Javairo Dilrosun nicht mit Strafstoß ahndete. Pech hatte Piatek, als zehn Minuten nach seiner Einwechslung ein Kopfball knapp neben dem Tor landete (73.).

(ce/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.