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Klimaschutz ist wichtiger als Umsatz

3.8.2019 11:06 Uhr

Angesichts ihrer bedeutenden Rolle im Kampf gegen den Klimawandel will die SPD die Bahn auf neue Unternehmensziele verpflichten. "Wir arbeiten in der Koalition an einer Änderung der Satzungen der Deutschen Bahn AG und sind dabei auf einem guten Weg", sagte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Verankert werden sollten ein Verzicht auf die Maximierung des Gewinns, eine Steigerung des Schienenverkehrs-Anteils und das Erreichen der Klimaschutzziele. Da das Geld kosten werde, sei auch über den Umgang mit Dividenden und der Verschuldung zu sprechen.

Schienenangebot muss verbessert werden

"Um unsere Klimaschutzziele in der Mobilität zu erreichen, muss das Angebot auf der Schiene besser werden", sagte Bartol. Der Anspruch an die Bahn dürfe daher nicht maximaler Gewinn sein, sondern müsse maximaler Einsatz für eine bessere Eisenbahn sein.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, in den Satzungen des Konzerns sowie der Töchter für das Gleisnetz und die Bahnhöfe volkswirtschaftliche Ziele wie die Steigerung des Marktanteils der Schiene festzuschreiben und die Vorstände auf die Erfüllung der Ziele zu verpflichten. Bisher beschreibt die Konzern-Satzung eher allgemein die Geschäftsfelder.

Bartol forderte vor diesem Hintergrund auch, Gewinndruck aus dem Unternehmen herauszunehmen. "Wir müssen auf einen Teil der erwarteten Dividende verzichten. Im Gegenzug muss die Deutsche Bahn in pünktliche Züge, mehr Service und bessere Verbindungen investieren."

(an/dpa)

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