imago images / Steffen Schellhorn

Kleintransporter mit 33 Migranten auf der Flucht kracht in Polizeisperre

4.6.2019 20:35 Uhr

In Kroatien ist ein Kleintransporter mit 33 Migranten auf der Flucht vor der Polizei in eine Polizeisperre gekracht. Zuvor lieferte sich der Fahrer in der Nähe von Zagreb eine rund 20-minütige Verfolgungsfahrt.

Der serbische Fahrer des Fahrzeugs musste in der Nacht zum Dienstag mit Schneidegerät aus dem Wagen befreit werden, seine Passagiere blieben unverletzt, wie das kroatische Portal "24sata.hr" berichtete. Eine Polizeistreife war auf der Autobahn A1, die von der dalmatinischen Küste nach Zagreb führt, auf den Kleintransporter aufmerksam geworden und wollte ihn anhalten.

Der Fahrer ignorierte jedoch Blaulicht und Sirene des Polizeiwagens und fuhr weiter Richtung Zagreb. An der Autobahnmautstelle Lucko bei Zagreb raste er in die inzwischen errichtete Polizeisperre. Der Serbe wurde festgenommen, ihm droht ein Strafverfahren wegen Menschenhandels.

Die Autobahn A1 führt auch durch Gebiete nahe der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Seit der weitgehenden Schließung der Balkanroute, die von Griechenland über Mazedonien, Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa führt, hat sich eine alternative Route über Bosnien, Kroatien und Slowenien etabliert.

(be/dpa)