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Klage gegen Rania Jussef wegen durchsichtigen Kleids fallengelassen

5.12.2018 19:33 Uhr

Die Klage gegen die ägyptische Schauspielerin Rania Jussef wegen Tragen eines durchsichtigen Kleids wurde fallengelassen. Grund: Sie entschuldigte sich öffentlich für den "Faux-Pas". Das zumindest sagten zwei Anwälte, welche die 45-Jährige verklagt hatten, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die Schauspielerin war in der vergangenen Woche beim Internationalen Filmfestival in Kairo mit einem eng anliegenden schwarzen Spitzenkleid über den roten Teppich gelaufen, durch das ihre Beine zu sehen waren. Jussef wurde deshalb wegen "Anstiftung zu Ausschweifungen" angezeigt und sollte im Januar vor einem Richter erscheinen. Die Anhörung sei "annulliert" worden, sagte der Kläger-Anwalt Amr Abdel Salam. Geklagt hatte zudem der Anwalt Samir Sabri, der schon mehrere Prominente vor Gericht gebracht hat.

Jussef teilte am Mittwoch gleichwohl über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass "die Ermittlungen weitergehen". Nähere Angaben machte sie dazu nicht. Die ägyptische Gesellschaft gilt als streng konservativ. In der Vergangenheit wurden bereits Sängerinnen nach aufreizenden Musikvideos wegen "Anstiftung zu Ausschweifungen" zu Haftstrafen verurteilt. Jussef hätten im Fall einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft gedroht.

(be/afp)