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Kirchenaustritte in Großstädten deutlich angestiegen

20.2.2019 12:52 Uhr

In den zehn größten Städten Deutschlands sind 2018 einem Bericht zufolge im Schnitt rund 17 Prozent mehr Menschen aus den katholischen und evangelischen Kirchen ausgetreten als 2017. An der Spitze stünden Köln und Essen mit einer Steigerung von 24 Prozent, berichtete die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt".

Es folgten auf den Plätzen Berlin, Düsseldorf, Dortmund, München, Hamburg, Leipzig und Stuttgart. Schlusslicht war demnach Frankfurt am Main mit einer Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zu 2017. Die Zahlen stammen aus Datenbanken von Amtsgerichten und Rathäusern. Ein Kirchenaustritt muss bei einem Amt erklärt werden, nicht bei der Kirche.

Missbrauchsfälle führen zu einem Vetrauensverlust

"Die Erschütterung hat die Menschen aus der Mitte unserer Gemeinde erreicht", sagte Thomas Sternberg, Chef des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, "Christ & Welt". Jeder Katholik spüre das in seinem eigenen Freundeskreis. Finanzskandale und der Umgang mit Missbrauchsfällen hätten zu einem enormen Vertrauensverlust geführt. "Die Bischöfe sollten da gar nichts mehr beschönigen."

(bl/afp)

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