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Kino bietet AfD-Mitgliedern freien Eintritt zu "Schindlers Liste" und sorgt für Wirbel

3.1.2019 12:23 Uhr

Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27.1) bietet ein Kino im rheinland-pfälzischen Hachenburg AfD-Mitgliedern freien Eintritt zum Film "Schindlers Liste" - und sorgt damit für Wirbel.

Der rheinland-pfälzische AfD-Landeschef Uwe Junge kritisierte die Aktion am Donnerstag auf Twitter: "Ein erneuter plumper Versuch, die AfD in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken!".

twitter/UWE_Junge_MdL

Die Betreiber erklärten auf der Kino-Homepage, Ziel der Aktion sei es, "einen Ort zum Gespräch" zu bieten: "Wir behaupten überhaupt nicht, AfD-Wähler seien Nazis", schreiben sie. "Nach unserer Einschätzung lässt das AfD-Parteiprogramm allerdings doch stark auf eine Verharmlosung der damaligen Ereignisse schließen."

Im Film "Schindlers Liste" geht es um Oskar Schindler (1908-1974), einen deutschen Unternehmer, der während des Nazi-Regimes mehr als 1000 Juden vor dem Vernichtungslager rettete.

Neben Kritik auch Lob

Der rheinland-pfälzische Landtagspräsident Hendrik Hering lobte die Aktion des Kinos auf Twitter: "Sind halt Hachenburger, die Haltung zeigen und mit den Mitteln, die dem Kino zur Verfügung stehen, sich klar positionieren." Hachenburg im Westerwaldkreis gehört zum Wahlkreis des SPD-Politikers.

twitter/hendrikhering
(be/dpa)