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Kinderporno-Plattform "Elysium": Plädoyers verschoben

7.2.2019 13:08 Uhr

Im Limburger Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" ist es kurz vor seinem Ende zu einer Verzögerung gekommen. Wegen der Erkrankung eines Verteidigers konnten am Donnerstag nicht wie geplant die Plädoyers beginnen.

Das Landgericht Limburg sah dadurch eine ordnungsgemäße Verteidigung gefährdet, was ein Revisionsgrund wäre. Also sollen nun die Schlussvorträge am 28. Februar gehalten werden. Das Gericht verhandelt seit August gegen die mutmaßliche Führungsriege der Plattform.

Die Angeklagten

Angeklagt sind vier Deutsche aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Die Männer im Alter zwischen 41 und 63 Jahren sollen das Forum betrieben oder sich am Betrieb beteiligt haben. Ein Angeklagter soll zudem Kinder sexuell missbraucht haben.

Plattform hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten

Die Angeklagten hatten zu Beginn des Verfahrens die Vorwürfe zu einem großen Teil eingeräumt, wenn auch teils mit Einschränkungen. Die Ermittler hatten "Elysium" im Juni 2017 abgeschaltet. Die im abgeschirmten Darknet betriebene Plattform hatte mehr als 111.000 Nutzerkonten weltweit.

(gi/dpa)