Hürriyet

Kilicdaroglu fordert Erdogan auf, selbst französische Waren zu boykottieren

27.10.2020 19:29 Uhr

Kemal Kilicdaroglu, Vorsitzender der CHP, forderte Präsident Recep Tayyip Erdogan auf, selbst seine Forderung nach einem Boykott gegen französische Marken anzuwenden, meldete Hürriyet Daily News in einem englischsprachigen Artikel. Er kritisierte den türkischen Präsidenten dafür, sein Versprechen nicht eingehalten zu haben.

Auf der Sitzung der Fraktion seiner Partei am 27. Oktober 2020 sagte Kilicdaroglu, dass die türkischen Bürger aufgrund der abnehmenden Kaufkraft der Lira nicht einmal französische Produkte kaufen könnten - geschweige denn, dass es ihnen darum möglich wäre, diese Marken zu boykottieren. "Du machst es, mein Bruder, der Palast-Salonlöwe macht das. Es ist, als würde der Busfahrer abends nach Hause gehen und seiner Frau sagen 'Ich habe dir französisches Parfüm gekauft'. Dabei kann der Mann kann nicht einmal Brot finden", sagte der CHP-Vorsitzende.

Er forderte Erdoğan auf, das französische Renault-Werk in der Türkei zu schließen, "wenn er kann". "Du sagst diese Worte, aber du stehst nicht dazu", sagte Kilicdaroglu. Erdogan forderte die Türken am 26. Oktober 2020 auf, französische Waren zu boykottieren, während er den französischen Präsidenten Emmanuel Macron erneut scharf wegen seiner Haltung gegenüber Muslimen kritisierte. "Wie in Frankreich gesagt wurde 'Kaufen Sie keine türkisch gekennzeichneten Waren', rufe ich meine Leute hier auf, beachten Sie französisch gekennzeichneten Waren nicht, kaufen Sie sie nicht", sagte Erdogan während einer landesweit übertragenen Fernsehansprache am 26. Oktober 2020.

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.