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Kilicdaroglu: Bündnis entscheidet über Präsidentschaftskandidaten

11.12.2020 9:51 Uhr

Der Präsidentschaftskandidat der türkischen Opposition wird nach Konsultationen innerhalb der Nationalallianz entschieden, erklärte der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, inmitten von Diskussionen über seine mögliche Kandidatur in einem Interview mit Sözcü.

"Die Frage des Präsidentschaftskandidaten kann ich nicht selbst entscheiden. Es gibt eine Nationalallianz. Wir werden alle gemeinsam darüber entscheiden", so Kilicdaroglu am Mittwoch.

Keine Kandidatur 2014 und 2018

Das Thema kam auf, nachdem während der Haushaltsdiskussionen im Parlament in dieser Woche einige AKP-Abgeordnete Kilicdaroglu lautstark dazu aufforderten, sich zur Wahl zu stellen. Daraufhin antwortete der Vorsitzende mit einer Frage: "Wer hat ihnen gesagt, ob ich Kandidat sein werde oder nicht?" Der Dialog bezieht sich auf die Tatsache, dass sich Kemal Kilicdaroglu weder bei den Präsidentschaftswahlen 2014 noch 2018 zur Wahl gestellt hatte.

Kilicdaroglus Worte wurden nicht als Hinweis auf seine Bereitschaft gesehen, an den nächsten Präsidentschaftswahlen teilzunehmen. Er stellte jedoch klar, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt sei, um über die Kandidatur zu sprechen, da dies für die Mitglieder der oppositionellen Koalition respektlos wäre. "Es wird unsere Partei, unsere Abgeordneten und die Nationalallianz sein, die über die Kandidatur entscheiden. Weil wir alle zusammen handeln", schlug er vor und wiederholte, dass das wichtigste Thema die Vereinbarung der Nationalallianz über die Rückkehr zum gestärkten parlamentarischen System sei. "Wir konzentrieren uns nicht auf die Karriere des Einzelnen, sondern auf die Zukunft unseres Landes. Dies verstehen die AKP-Gesetzgeber nicht", fügte Kilicdaroglu hinzu.

(be)

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