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Khashoggi-Mord: Interpol stellt auf Türkeis Antrag Fahndungsaufruf zu 20 Verdächtigen aus

15.3.2019 11:20 Uhr

Am 1. März gab die Internationale Polizeiorganisation Interpol auf Antrag der Türkei eine sogenannte "Red Notice" für 20 Verdächtige im Mordfall des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi aus.

Wie das türkische Justizministerium am Donnerstagabend mitteilte, gab Interpol am 1. März eine sogenannte Red Notice für 20 Verdächtige heraus, die an dem Mord im Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens beteiligt gewesen sein sollen. Die Türkei hatte sie demnach Ende vergangenen Jahres beantragt. Mit einer Red Notice werden die Polizei- und Justizbehörden der Interpol-Mitgliedsstaaten zur Festnahme von Verdächtigen aufgefordert. Sie werden auf Antrag eines Mitgliedslands nach Prüfung durch Interpol ausgestellt und stellen keinen internationalen Haftbefehl dar.

Keine Angaben zur Identität der Gesuchten

Angaben zur Identität der gesuchten Verdächtigen machte das türkische Justizministerium zunächst nicht. Es dürfte sich aber um die mutmaßlichen Auftraggeber und Täter handeln. Khashoggi war am 2. Oktober im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul von einem extra angereisten Kommando aus 15 saudiarabischen Agenten ermordet worden. Unter internationalem Druck gab Riad nach wochenlangen Dementis schließlich zu, dass der Regierungskritiker bei einem missglückten Einsatz zu seiner Festnahme getötet worden sei. In Saudi-Arabien müssen sich seit Anfang Januar elf Verdächtige wegen des Mordes verantworten.

(be/afp)