dpa

Kerber verliert in China trotz neuen Trainers

10.9.2019 18:12 Uhr

Wenige Tage, nachdem Deutschlands beste Tennisspielerin Angelique Kerber ihren neuen Interimstrainer Dirk Dier präsentierte, flog sie in Zhengzhou in der ersten Runde raus.

Beim ersten gemeinsamen Auftritt mit dem ehemaligen Profi konnte die Kielerin einen Matchball nicht nutzen und verlor beim WTA-Turnier im chinesischen Zhengzhou mit 7:5, 4:6, 6:7 (6:8) knapp gegen die US-Amerikanerin Alison Riske.

Nach einem Auf und Ab hatte Kerber im Tiebreak des dritten Satzes einen Matchball, musste sich aber dennoch nach 2:50 Stunden gegen die Weltranglisten-34. geschlagen geben. Die 31-Jährige wartet damit weiter seit ihrer Zweitrunden-Niederlage in Wimbledon vor gut zwei Monaten auf den ersten Sieg und schied zum vierten Mal nacheinander gleich zum Auftakt aus.

Gegen die mutiger und aggressiver spielende Riske machte Kerber im ersten Satz ein 1:4 und im dritten einen 1:3-Rückstand wett. Coach Dier kam Mitte des entscheidenden Durchgangs ein weiteres Mal als Ratgeber auf den Platz, versuchte die Nummer 15 der Welt zu stärken und sprach ihr Mut zu. Das half Kerber aber ebenso wenig zum Sieg wie die 6:5-Führung.

Wildcard in Zhengzhou

Kerber hatte als Reaktion auf ihr schwaches Abschneiden in dieser Saison für das mit 1,5 Millionen Dollar in Zhengzhou eine Wildcard angenommen. "Für mich ist es wichtig, wieder mein Selbstvertrauen zu finden. Ich bin hier, um gute Matches zu haben", hatte Kerber nach ihrer Ankunft in China gesagt und auf positive Erlebnisse vor dem Urlaub gehofft: "Es ist der Endspurt des Jahres. Ich versuche, die ganze Energie, die ich noch habe, rauszuholen."

Noch viel Arbeit

Ex-Profi Dier soll der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin, die nach der Trennung von Rainer Schüttler zuletzt ohne Trainer unterwegs gewesen war, in den kommenden Wochen aus der Krise helfen. Nachdem für sie auch bei den US Open in New York in der ersten Runde Schluss gewesen war, war der Ruf nach einem neuen Coach bei den Kritikern wie Boris Becker lauter geworden.

Dier wurde auf Kerbers Wunsch vom Deutschen Tennis Bund für das Ende der Saison freigestellt. "Für den DTB ist es selbstverständlich, eine so verdienstvolle Spielerin zu unterstützen", sagte DTB-Vizepräsident Dirk Hordorff. Auf das neue Duo Kerber und Dier scheint eine Menge Arbeit zu warten.

(be/dpa)

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