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Kenia: Verdächtige nach Anschlag vor Gericht

20.1.2019 10:57 Uhr

Sechs Verdächtige, darunter ein Kanadier, stehen in der kenianischen Hauptstadt Nairobi vor Gericht. Ihnen wird Beteiligung an den Anschlägen vom 16. Januar vorgeworfen. Bei dem koordinierten Anschlag starben 21 Menschen.

Ein Richter gab einer Forderung der Staatsanwaltschaft statt, die Untersuchungshaft für vier Männer und eine Frau um 30 Tage zu verlängern.

Der sechste Verdächtige soll bis kommenden Mittwoch festgehalten werden. Begründet wurde die verlängerte Untersuchungshaft mit den "komplexen und länderübergreifenden Ermittlungen".

"Verschwörung zu einem Terrorakt"

Den sechs Verdächtigen wird vorgeworfen, in den Anschlag auf einen Hotel- und Bürokomplex in der kenianischen Hauptstadt involviert zu sein. Der Anschlag hatte am Dienstagnachmittag begonnen und knapp 20 Stunden gedauert: Zunächst sprengte sich ein Selbstmordattentäter in die Luft, vier Bewaffnete schossen anschließend um sich und verschanzten sich im Gebäude. Alle fünf Attentäter starben bei dem Anschlag. Zu dem Anschlag hatte sich die islamistische al-Shabaab-Miliz (Die Jugend) bekannt.

Im Zusammenhang mit der Tat wurden insgesamt elf Verdächtige festgenommen. Den sechs am Freitag vor Gericht erschienenen Verdächtigen wird unter anderem "Verschwörung zu einem Terrorakt" und "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung" vorgeworfen, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.

(an/afp)