epa/Hayoung Jeon

Kenia-Bündnis wäre stabile Regierung

4.9.2019 0:15 Uhr

In einem möglichen Bündnis mit der SPD und den Grünen sieht der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Das Wahlergebnis biete die Möglichkeit, dem Land eine stabile Regierung zu geben, sagte er am Dienstag in Dresden. Im Wahlkampf habe man das Trennende betont, jetzt gelte es, das Verbindende zu finden.

"Mein Ziel wäre eine Regierung, die mit Freude an die Arbeit geht, die auch mutig ist und sich neue Dinge vornimmt." Die Wähler würden ganz genau beobachten, wer Machtspiele veranstalte. "Kompromisse sind gewollt, aber Streit und Erpressung nicht. Das wissen auch alle."

"Handeln vor Quatsch"

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke strebt, wie er sagt, eine Koalition der Vernunft an. "Bei mir kommt Vernunft vor Ideologie. Handeln vor Quatschen", sagte der SPD-Landeschef den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Dienstag). Er hoffe, dass der potenzielle Koalitionspartner CDU sich nicht "selbst zerfleddert". "Eine CDU-Schlachtplatte wie in früheren Zeiten wäre kein schönes Bild." Eine Vorliebe für eine mögliche Koalition wollte er nicht äußern. "Alles, was gut ist für Brandenburg, ist eine Option." Zudem betonte er: "Mit den Linken gab es eine gute Kooperation, abgesehen von einzelnen Hakeleien."

Union und SPD hatten starke Verluste erlitten. Die CDU war bei der Landtagswahl in Sachsen am Sonntag zwar wieder stärkste Kraft geworden, die SPD behauptete sich in Brandenburg. In beiden Ländern landete die AfD aber auf Platz zwei. In Sachsen konnte sie ihr Ergebnis auf 27,5 Prozent fast verdreifachen, in Brandenburg auf 23,5 Prozent nahezu verdoppeln.

(an/dpa)

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