epa/Jens Schlueter

Keine Zwischenfälle bei Demonstrationen in Magdeburg

19.1.2020 11:21 Uhr

In Magdeburg haben sich am Freitagabend nach Angaben der Polizei etwa 750 Menschen einer Demonstration von rund 150 Rechtsextremisten entgegengestellt. «In Anbetracht der Vielzahl der Veranstaltungen verlief der Einsatz ohne große Zwischenfälle», teilte die Polizei Magdeburg am Samstag mit.

Das Bündnis «Solidarisches Magdeburg» sprach von rund 1000 Teilnehmern an Gegendemonstrationen.

Anlass für die Veranstaltungen war der Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs im Zweiten Weltkrieg am 16. Januar 1945.

42 Platzverweise

Wie die Polizei Magdeburg mitteilte, wurden 42 Platzverweise ausgesprochen und fünf Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen. Die meisten der Platzverweise richteten sich den Angaben zufolge gegen Teilnehmer der Gegendemonstrationen. Mehrfach hätten Personen versucht, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen. Um dies zu verhindern, habe die Polizei Zwang angewendet.

Das Bündnis «Solidarisches Magdeburg» sprach von Angriffen der Rechtsextremen auf Gegendemonstranten, Passanten und Journalisten und warf der Polizei vor, nichts gegen Vermummung aufseiten der Rechtsextremen getan zu haben. Nach Polizeiangaben waren rund 850 Beamte aus fünf Bundesländern im Einsatz.

(an/dpa)

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