DHA

Keine Zulassung zur Produktion von E-Zigaretten in der Türkei

21.10.2019 9:50 Uhr

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Sonntag, er werde niemals zulassen, dass Unternehmen für elektronische Zigaretten ihre Produkte in der Türkei herstellen und forderte die rauchenden Türken auf, statt dem Tabakkonsum Tee zu trinken. Bei einer Veranstaltung gegen das Rauchen in Istanbul sagte Erdogan, er habe dem Handelsministerium aufgegeben, "niemals" E-Zigaretten in der Türkei zuzulassen und er sagte, Tabakunternehmen würden "reich, indem sie Menschen vergiften".

"Sie baten uns um einen Platz und die Erlaubnis, diese (E-Zigaretten) herzustellen. Wir haben es ihnen nicht gegeben und werden es auch nicht", sagte er, ohne zu offenbaren, um welche Firma oder Unternehmen es dabei ging. "Sie wollen in der Türkei investieren ... Gehen Sie und tätigen Sie Ihre Investition woanders." Rund 27 Prozent der türkischen Gesamtbevölkerung im Alter von über 15 Jahren rauchten 2016 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation. Das bedeutete einen Rückgang von rund vier Prozent zum Jahr 2010, als noch 31 Prozent der Türken Nikotin konsumierten – vorzugsweise Männer.

Auch andere Länder schränken die E-Zigaretten ein

Während das Dampfen mit E-Zigaretten in der Türkei nicht verboten ist, ist der Kauf oder Vertrieb von E-Zigaretten verboten. Trotzdem beschaffen sich viele Menschen E-Zigaretten über Online-Händler, die auch die Flüssigkeit zur Befüllung, die sogenannten Liquids, vertreiben. Erdogan ist für seine Abneigung gegenüber Alkohol und Zigaretten bekannt ist und hat die Türken oft aufgefordert, mit dem Rauchen und Trinken aufzuhören. Im Jahr 2013 verbot die Regierung alle Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring von Alkohol- und Tabakprodukten in der Türkei. Solche Produkte werden in Fernsehsendungen häufig verpixelt.

"Legt die Zigaretten weg und trinkt stattdessen unseren Tee aus Rize", sagte Erdogan am Sonntag und bezog sich dabei auf Tee aus seiner Heimatstadt in der Schwarzmeerregion. "Ich mache nicht viele Vorschläge, aber als Präsident sage ich denen, die ich liebe, dass dies Haram ist (im Islam verboten)." Dampfen von E-Zigaretten, das allgemein als sicherere Alternative zum Rauchen von Zigaretten angesehen wird, ist weitgehend ungeregelt. Mehrere Länder, darunter Australien, Brasilien, Indien und Japan, haben kürzlich bestimmte Bereiche des E-Zigaretten-Marktes verboten oder eingeschränkt, während die Vereinigten Staaten Pläne angekündigt haben, aromatisierte E-Zigaretten aus den Läden zu verbannen.

(Hürriyet.de/Reuters)

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