epa/Thomas Peter

Keine Vorverurteilung des Irans

15.6.2019 16:39 Uhr

Nach der Explosion auf einem Öltanker im Golf von Oman hat Russland davor gewarnt, dem Iran die Verantwortung für den Vorfall zu geben. "Wir beobachten in letzter Zeit eine sich verstärkende Kampagne des politisch-psychologischen und militärischen Drucks auf den Iran", sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax zufolge am Donnerstag.

Moskau warnte davor, voreilige Schlüsse zu ziehen und die Spannungen in der Region weiter anzuheizen.

Crew ist sicher im Iran angekommen

Die 23 Besatzungsmitglieder sind unverletzt geblieben. Das teilte die norwegische Reederei Frontline, der das unter der Flagge der Marschallinseln fahrende Schiff gehört, am Donnerstag mit. Die Crew der "Front Altair" habe bei der Durchfahrt der Straße von Hormus alle Sicherheitsvorschriften eingehalten, es gebe keine Berichte über eine Verschmutzung der Gewässer. Nach der Explosion und dem anschließenden Brand an Bord sei nun ein Schlepper bei dem Schiff.

Zur Crew gehören nach Angaben von Frontline elf Besatzungsmitglieder aus Russland, eines aus Georgien und elf weitere von den Philippinen. Sie wurden demnach von dem Schiff "Hyundai Dubai" aufgenommen, von dort auf ein iranisches Marineschiff gebracht und gingen schließlich in einem iranischen Hafen an Land. Sie sollten schnellstmöglich in ihre Heimatländer gebracht werden. Ihre Angehörigen würden laufend über die Situation informiert.

(an/dpa)

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