Symbolbild: imago images / ZUMA Wire

Keine Massengebete in Moscheen während Ramadan

24.4.2020 10:02 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie muss die muslimische Minderheit im Balkanland Bulgarien während des beginnenden Fastenmonats Ramadan auf Massengebete in den Moscheen verzichten. Es werde auch kein gemeinsames Fastenbrechen (Iftar) geben, teilte das Amt des Obersten Mufti in Bulgarien am Donnerstag mit. Gebete sowie Beiträge zum Ramadan sollen online gestellt werden.

In dem EU-Land sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung Muslime. Sie sind vor allem ethnische Türken - Nachfahren aus der Zeit des Osmanischen Reiches, die heute im Süd- und Nordosten Bulgariens leben.

Bulgarien verzeichnete am Donnerstagmorgen mit 66 Erkrankungen (plus sechs Prozent) den bisher größten Anstieg der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl stieg in dem Land mit knapp sieben Millionen Einwohnern auf 1081, wie der Krisenstab in Sofia mitteilte. Unter den Infizierten sind 39 Kinder. 50 Menschen starben an den Folgen von Coronavirus-Infektionen. 190 Patienten sind wieder gesund. Das ärmste EU-Land versucht, die Fallzahlen mit strengen Schutzmaßnahmen in Grenzen zu halten, damit das Gesundheitswesen funktionsfähig bleiben kann. Bis zum 13. Mai gilt ein Ausnahmezustand. Lockerungspläne gibt es noch keine.

(gi/dpa)

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