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Antalya, Aydin, Izmir und Mugla weiterhin nicht auf Risikoliste

13.10.2020 12:06 Uhr

In der Pressekonferenz am Montag, bei der die Pressespreche des Gesundheitsministeriums, des Innenministeriums sowie Kanzler-Pressesprecher Steffen Seibert zugegen waren und sich den Fragen der Presse stellten, antwortete man auf die Frage, ob sich am Status einzelner Länder - zum Beispiel der Schweiz oder der Türkei - Änderungen ergeben würde, dass die RKI die Lagebewertung vornehmen würde. Erst wenn sich die 7-Tages-Inzidenz ändert, zum Beispiel für die türkischen Provinzen Antalya, Aydin, Izmir und Mugla, würden die Einschätzungen angepasst. Momentan gilt für diese türkischen Urlaubsregionen, dass sie weiterhin nicht als Risikogebiete gelten.

Regierungssprecher Steffen Seibert hat im Zusammenhang mit der Corona-Politik den Begriff "Panikmache" zurückgewiesen. Er sei ganz gegen diesen Begriff. Er kenne niemanden in der Bundesregierung, der Panik mache. "Wir beschreiben eine Situation, die wir für ernst halten, von der wir auch überzeugt sind, dass es Gegenmittel gibt", sagte er am Montag in Berlin. Man werbe dafür und ergreife im Rahmen der Möglichkeiten des Bundes Gegenmittel. "Das hat mit Panikmache nichts zu tun, nichts mit Angstmache, sondern mit der realistischen und ernsten Beschreibung einer Situation", sagte Seibert.

Er verteidigte den Blick auf die Zahl der täglich festgestellten Neuinfektionen. Von dieser Zahl hänge ab, ob die Gesundheitsämter in der Lage seien, die Kontaktverfolgung aufrechtzuerhalten. "Und diese Kontaktverfolgung, die ja im Idealfall dazu führt, dass man eine Infektionskette unterbrechen kann, ist für uns - und da gibt es wiederum viele Wissenschaftler, die dem auch zustimmen - entscheidend dafür, ob man es verhindern kann, dass die Infektionszahlen sich unkontrolliert ausbreiten und (...) sich in alle Schichten der Bevölkerung wieder hineinfressen."

Neue Testverordnung ab 15. Oktober - Antalya, Aydin, Izmir und Mugla weiterhin nicht auf Risikoliste

Auch die Pressestelle des Gesundheitsministeriums bezog Stellung zu Fragen. Ab 15. Oktober würde die neue Testverordnung greifen. Die sieht vor, dass die PCR-Tests auf das Coronavirus nicht mehr kostenfrei stattfinden. Auch dann nicht, wenn Menschen aus vom RKI als Risikogebiete ausgewiesenen Regionen wie der Türkei oder Ländern der EU zurückkehren. Ziel sei es, die Testlabore mit der Verordnung zu entlasten.

Kernthema war ebenfalls, ob man durch den Test die Phase der Quarantäne von zehn auf fünf Tage verringern könne. Das Thema wurde laut Pressestelle des Gesundheitsamtes angerissen, wurde aber zur "Chefsache" erklärt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten aller Bundesländer treffen. Hierbei herrscht "Präsenzpflicht" - das Treffen wird, wegen seiner Wichtigkeit, eine einheitliche Linie zu bestimmen, nicht als Videokonferenz abgehalten. Auf die Frage, ob sich am Status einzelner Länder - zum Beispiel der Schweiz oder der Türkei - etwas ändern würde, hieß es, dass stets die aktuelle Lage vom RKI bewertet würde. Daraus sei zu folgern, dass erst nach einer Veränderung der 7-Tage-Inzidenz Warnung herausgegeben würden oder Länder von der Liste genommen würden.

Für die Türkei bedeutet das, dass bisher keine Infektionsveränderungen in den freien Regionen - Antalya, Aydin, Izmir und Mugla - eingetreten sind und von daher keinerlei Notwendigkeit bestand, diesen Status zu ändern.

(ce/dpa)

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