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Keine Geistlichen mehr in Hinrichtungsräumen

4.4.2019 8:41 Uhr

Nachdem das Oberste Gericht der USA vergangene Woche die Exekution eines zu Tode verurteilten Häftlings aus Religionsgründen verschoben hat, reagiert der US-Bundesstaat Texas mit neuen Maßnahmen - und verbannt Geistliche aus Hinrichtungszellen.

Die Justizbehörde des Bundesstaates erklärte am Mittwoch, dass fortan nur noch Sicherheitsbeamte Todeskandidaten in den Hinrichtungsraum begleiten dürfen. Die Geistlichen dürften die zum Tode verurteilten Häftlinge aber weiterhin vor der Vollstreckung des Urteils besuchen und der Hinrichtung in einem Nebenraum beiwohnen.

Der Supreme Court hatte vergangene vergangene Woche angeordnet, die geplante Exekution eines Häftlings müsse aufgeschoben werden, um die Gegenwart eines buddhistischen Mönches zu ermöglichen. Die Obersten Richter urteilten, aus Gründen der Religionsgleichheit sei es nicht hinzunehmen, dass in Texas zwar christliche und muslimische Geistliche Exekutionen begleiten könnten, aber keine Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaft.

(sis/afp)