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Keine Familie - trotzdem nehmen Hunderte an Trauerfeier für Opfer teil

17.8.2019 14:29 Uhr

Manchmal können Tragödien Menschen zusammenbringen. So wie bei der Trauerfeier eines der Opfer des Schusswaffenangriffs im texanischen El Paso mit 22 Toten. Margie Reckard, hatte außer ihrem Ehemann Antonio Basco niemanden. Doch er war bei der Trauerfeier nicht alleine: Hunderte reisten an, um ihm Beistand zu leisten - selbst aus Asien.

Rund 700 Menschen nahmen an dem Gedenkgottesdienst für die 63-jährige Margie Reckard teil. Reckards Ehemann Antonio Basco hatte Medienberichten zufolge das Bestattungsunternehmen gebeten, den Gottesdienst öffentlich anzukündigen, weil er selbst keine Familie hat. In der Folge wurden Basco rund 10.000 Beileidsbekundungen und mehr als 900 Blumengestecke geschickt. Einige kamen sogar aus Asien, wie die "New York Times" berichtete. Zur Trauerfeier am Freitagnachmittag reisten dann auch Trauernde aus anderen Städten und sogar aus anderen Bundesstaaten nach El Paso. Bei Temperaturen von 38 Grad warteten sie in einer langen Schlange vor dem Gebäude. Wegen des großen Andrangs musste der Gottesdienst nach Angaben des Bestattungsunternehmens in eine größere Trauerhalle verlegt werden. "Das ist unglaublich", sagte Basco unter Tränen in einem von örtlichen Medien verbreiteten Video. Der 61-Jährige war seit mehr als 20 Jahren mit Reckard verheiratet.

Angriff gezielt gegen Mexikaner

In El Paso, das an der Grenze zu Mexiko liegt, hatte ein 21-jähriger Weißer am 3. August in einem Einkaufszentrum 22 Menschen getötet. Acht der Todesopfer waren Mexikaner. Nach seiner Festnahme sagte er nach Angaben der Polizei, der Angriff habe sich gezielt gegen Mexikaner gerichtet. Vor der Attacke hatte er zudem ein rechtsextremes Manifest gegen Einwanderer aus Lateinamerika im Internet veröffentlicht, in dem er vor einer "hispanischen Invasion" warnte.

(be/afp)

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