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Keine Energieförderung im östlichen Mittelmeer ohne die Türkei

1.8.2020 7:06 Uhr, von Andreas Neubrand

Jedes Energieprojekt, das ohne Beteiligung der Türkei durchgeführt wird, ist "zum Scheitern verurteilt", warnte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am 28. Juli.

"Die Türkei hat den längsten Küstenstreifen im östlichen Mittelmeer und natürlich in ihrem Seegebiet auch Hoheitsrechte", sagte Akar während einer Konferenz, die von der in Washington ansässigen Turkish Heritage Organization veranstaltet wurde.

Türkei werde Regierung in Libyen unterstützen

"Die Ausbeutung von Öl- und Gasfeldern im östlichen Mittelmeerraum sind ein legitimes Recht der Türkei und stehen im Einklang mit dem Völkerrecht", so der Minister.

Mit Blick auf Libyen sagte er, dass die Türkei weiterhin die Regierung der Nationalen Übereinkunft (GNA) unterstützen werde und die humanitäre und militärische Hilfe für das Land fortsetzen wolle. Im vergangenen Jahr hatten die beiden Länder eine wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit beschlossen.

"Wir bekämpfen Terroristen, keine ethnischen Gruppen"

Akar sagte, die GNA sei "gezwungen" ihre Gegenoffensive gegen General Haftar, die im März begonnen hat, fortzusetzen. Dieser stand bis vor kurzem vor den Toren Tripolis und hatte zeitweise die Versorgung mit Wasser und Elektrizität abgeschnitten.

Für die Türkei kann es keinen Waffenstillstand mit Haftar geben, sagte er. Auch sorgte sich die Türkei über den Fund von 19 Massengräbern in Gebieten, die vom General besetzt worden waren.

In Syrien ist die Türkei besorgt über die Aktivitäten des Islamischen Staates und der PKK/YPG, die das dort herrschende Machtvakuum ausnutzen. "Die Türkei werde im Norden Syriens keinen rechtsfreien Terrorkorridor dulden", so Akar und fügte hinzu: "So wie der Islamische Staat nicht die Muslime vertritt, so vertritt die PKK nicht die Kurden. Wir bekämpfen Terroristen, keine ethnische Gruppe."

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