epa/Ron Przysucha

Keine Beteiligung an der Anti-Iran-Koalition

25.6.2019 23:51 Uhr

An einer Beteiligung an einer geplanten Koalition gegen den Iran wurde Deutschland nicht offiziell aufgefordert. Man habe die Initiative von US-Außenminister Mike Pompeo lediglich“über die Medien zur Kenntnis genommen“, sagte der stellvertretende Sprecher des Auswärtigen Amts, Christopher Burger, am Montag in Berlin.

Pompeo hatte am Sonntag die Bildung einer Koalition angekündigt,“die sich nicht nur über die Golfstaaten erstreckt, sondern auch über Asien und Europa“. Diese solle bereit sein, den“größten Sponsor des Terrors auf der Welt“ zurückzudrängen.

Neue "Koalition der Willigen"

Auf die Frage, ob er sich dadurch an die“Koalition der Willigen“ im Irak-Krieg 2003 erinnert fühle, sagte Burger:“Ich glaube, man sollte mit solchen historischen Parallelen sehr vorsichtig sein.“

Die USA hatten 2003 Verbündete um sich versammelt, die den Angriff auf den von Saddam Hussein geführten Irak politisch und militärisch unterstützten. Die Nato war damals gespalten: Während sich Länder wie Großbritannien und Spanien an der Koalition beteiligten, waren Deutschland und Frankreich gegen die Intervention im Irak.

(an/dpa)

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