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Keine Ausgrenzung von Muslimen

3.6.2019 22:32 Uhr

Zur Toleranz gegenüber Muslimen hat kurz vor Ende des Fastenmonats Ramadan hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angemahnt und jegliche Diskriminierung verurteilt. "Wir dulden keinen Hass, keine Ausgrenzung, keinen Generalverdacht gegen muslimische Zuwanderer oder gar 'die Muslime'", hieß es in einer Grußbotschaft vom Montag an die in Deutschland lebenden Muslime.

Steinmeier verwies auf die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit, die Ausgrenzung und Diskriminierung verbiete. "Ich freue mich, dass Ramadan und Fastenbrechen mittlerweile selbstverständlich zu unserem Zusammenleben in Deutschland gehören."

Konfessionsübergreifendes Fastenbrechen sei wichtiges Signal

Muslime, die das Fastenbrechen mit Menschen anderer Konfessionen teilten, sendeten "ein ganz wichtiges Signal für das friedliche Zusammenleben, für Toleranz und Respekt in unserem Land", schrieb er. "Ich möchte mich bei Ihnen bedanken."

Gläubige Muslime verzichten im Ramadan von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Abends kommen viele zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. Der Ramadan endet - je nach Sichtbarkeit der Mondsichel - am Dienstag oder Mittwoch. Deutschlandweit wird die Zahl der Muslime auf rund fünf Millionen geschätzt.

(an/dpa)