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Kein deutscher Spieler im Königsklassen-Endspiel

8.5.2019 12:44 Uhr

Erstmals wird seit 2011 nach dem Ausscheiden von Marc-Andre ter Stegen mit dem FC Barcelona kein deutscher Profi im Finale der Champions League spielen.

Der Nationaltorwart musste sich mit seinem Team auf dramatische Weise dem FC Liverpool von Jürgen Klopp nach einem 3:0 im Hinspiel mit 0:4 geschlagen geben. Letztmals stand vor acht Jahren beim Finale des FC Barcelona gegen Manchester United (3:1) kein DFB-Profi im Londoner Wembley-Stadion auf dem Platz. Ajax Amsterdam und Tottenham Hotspur haben als mögliche Final-Teilnehmer keinen deutschen Profi im Champions-League-Kader. Der in Bochum geborene Liverpool-Verteidiger Joel Matip hat eine deutsche Mutter, wird von der UEFA aber als Kameruner geführt und ist für die DFB-Elf nicht spielberechtigt.

Nach den Finalspielen des FC Bayern gegen Chelsea 2012 (3:4 i.E.) und Borussia Dortmund 2013 (2:1) mit zahlreichen deutschen Akteuren war von 2014 bis 2016 jeweils ein deutscher Profi im Finale. 2014 gewann Sami Khedira mit Real Madrid gegen Atletico Madrid (4:1 n.V.). 2015 stand ter Stegen in Berlin gegen Juventus Turin (3:1) in Berlin auf der Siegerseite.

Von 2016 bis 2018 schaffte Toni Kroos mit Real Madrid den Sieg-Hattrick in der Königsklasse. 2017 musste sich Khedira mit Juventus 1:4 geschlagen geben. Im Vorjahr wurde Liverpools deutscher Torwart Loris Karius beim 1:3 der Reds zur tragischen Figur. Emre Can wurde kurz vor Ende eingewechselt.

Die EM-Qualifikationsspiele

Ter Stegen kann durch das Ausscheiden rechtzeitig zur Vorbereitung der Nationalmannschaft am 2. Juni anreisen. Bundestrainer Joachim Löw versammelt seinen Kader für die EM-Qualifikationsspiele in Weißrussland (8. Juni) und gegen Estland (11. Juni) am Tag nach dem Endspiel (1. Juni in Madrid) im niederländischen Venlo.

Ter Stegen hatte von Löw nach seinem 45-Minuten-Auftritt im Test gegen Serbien (1:1) im März für dieses Jahr weiter Einsatzzeiten als Herausforderer von Stammtorwart Manuel Neuer versprochen bekommen.

(gi/dpa)

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