epa/Maltron Dibra

Kauf von US-Kampfjets beschlossen

10.7.2019 15:08 Uhr

Bulgarien, das ärmste Land in der EU, hat beschlossen, acht neue US-Kampfjets für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro zu kaufen. Das teilte Vizeverteidigungsminister Atanas Saprjanow am Mittwoch nach einer Regierungssitzung in Sofia mit.

Mit den Mehrzweckkampfflugzeugen des Typs F-16 Block 70 will das frühere Ostblockland, das seit 2004 Nato-Mitglied ist, seine veralteten MIG-29 sowjetischer Bauart ersetzen. Die neuen US-Kampfjets sollen stufenweise bis 2023 an das südosteuropäische Nato-Land geliefert werden.

Kaufpreis inkl. Ausrüstung und Ausbildung

Der Kaufpreis soll auch die Ausrüstung der Kampfjets und Ausbildung der Piloten sowie andere Leistungen der USA umfassen. Der Preis könnte um 60 Millionen Dollar herabgesetzt werden, sollte der US-Kongress dies billigen, wie Verteidigungsminister Krassimir Karakatschanow erläuterte. Das bulgarische Parlament hatte ursprünglich einen niedrigeren Kaufpreis von umgerechnet rund 920 Millionen Euro statt jetzt 1,116 Milliarden Euro gebilligt.

Staatspräsident Rumen Radew, ein ehemaliger Kampfjetpilot, hatte sich in einem langen Streit mit der bürgerlich-nationalistischen Regierung für den Kauf von Kampfjets des Typs Gripen aus Schweden eingesetzt. Der Kauf der US-Kampfjets muss noch vom Parlament in Sofia gebilligt werden.

(an/dpa)

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