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Katar bezahlt Angestellte der Hamas

7.12.2018 14:37 Uhr

Umgerechnet 13 Millionen Euro durfte Katar in den von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen bringen. Damit wurden am Freitag rund 20 000 Angestellten der Hamas ausstehende Gehälter ausgezahlt, wie die Hamas mitteilte.

Bereits Anfang November hatte es Israel nach Medienberichten Gesandten aus Katar erlaubt, Koffer mit 15 Millionen Dollar (13 Millionen Euro) in bar in den Gazastreifen zu bringen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag betont, die Einstellung der Finanzhilfe durch den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas habe die humanitäre Krise im Gazastreifen verschärft. "Jemand musste das Geld reinbringen und angesichts der Tatsache, dass andere Länder, die Hamas, Abu Masen (Abbas) das Geld nicht geben würden, hat sich Katar zumindest für den Moment dazu bereiterklärt", sagte Netanjahu. Abbas hatte 2017 Zahlungen für den Gazastreifen gestoppt, um die rivalisierende Hamas unter Druck zu setzen.

Stabilisierung Gazas wichtig für die Sicherheit Israels

Israel habe Kontrollmechanismen eingeführt, um sicherzustellen, dass das Geld nicht für andere Zwecke verwendet werde, sagte Netanjahu. Eine Stabilisierung der humanitären Lage sei wichtig für die Sicherheit Israels.

Wie die "Times of Israel" berichtet, hat Israel Geldlieferungen aus Katar von 90 Millionen Dollar (rund 80 Millionen Euro) zugestimmt.

Netanjahu war im November vom damaligen Verteidigungsminister Avigdor Lieberman scharf für die Geldlieferung kritisiert worden. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Zwischen den arabischen Staaten wie Saudi-Arabien und den VAE liegt Katar seit Jahren im Streit. Katar wird die Unterstützung von Terrorismus und eine zu große Nähe zum Iran vor. In den USA und der EU steht die Hamas auf der Liste terroristische Vereinigungen. Die Hamas wird militärisch und logistisch vom Iran unterstützt.

(an/dpa)