epa/Enric Fontcuberta

Katalanisches Gebiet ist wegen Coronavirus Sperrgebiet

13.3.2020 13:31 Uhr

In Spanien ist erstmals nach Ausbruch der Coronavirus-Krise ein Gebiet zur Sperrzone erklärt worden. Die insgesamt knapp 70.000 Einwohner der katalanischen Nachbargemeinden Igualada, Vilanova del Camí, Santa Margarida de Montbui und Òdena dürfen das Sperrgebiet rund 60 Kilometer nordwestlich von Barcelona seit 21 Uhr am Donnerstag nicht mehr verlassen.

Diese Maßnahme gelte zunächst für 14 Tage, teilte die katalanische Regionalregierung mit.

Polizei überacht die amtlichen Angaben

Die Polizei überwacht den amtlichen Angaben zufolge die Einhaltung der Quarantäne. Ihre Häuser dürfen die Menschen aber verlassen. In dem betroffenen Gebiet war die Zahl der Infektionsfälle am Donnerstag innerhalb weniger Stunden von 20 auf 58 geklettert. Drei Menschen, die mit dem Covid-19-Erreger SARS-CoV-2 infiziert waren, kamen im Krankenhaus von Igualada bereits ums Leben.

Spanien ist inzwischen nach Italien das von der Epidemie am stärksten betroffene Land Europas. Nach amtlichen Angaben gab es bis Freitagvormittag im ganzen Land mehr als 3000 nachgewiesene Infektionen und 84 Todesfälle. Nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez empfohlen hatte, alle Schulen zu schließen, teilten fast alle Regionen des Landes am Donnerstagabend mit, sie wollten dem Rat in den nächsten Tagen folgen. Sánchez kündigte einen 18-Milliarden-Euro-Notfallplan an, um die Folgen der Krise zu bekämpfen.

(an/dpa)

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