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Kaschmir: Zwei Tote nach neuen Zusammenstößen

12.3.2019 10:31 Uhr

Bei Gefechten in Kaschmir sind inmitten der neuen Spannungen zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan mindestens zwei Menschen getötet worden.

Im pakistanischen Teil der Konfliktregion starben nach Beschuss über die De-facto-Grenze zwei Zivilisten, erklärte das pakistanische Militär am Montagabend (Ortszeit). Mindestens vier weitere Zivilisten seien verwundet worden.

Die Zuspitzung des Konflikts

Die Spannungen zwischen den beiden atomar bewaffneten Ländern hatten sich zugespitzt, nachdem Mitte Februar 40 indische Sicherheitskräfte bei einem Bombenanschlag im indischen Teil Kaschmirs getötet worden waren. Die islamistische Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed hatte die Tat für sich reklamiert. Indien wirft Pakistan vor, nicht ausreichend gegen die Terroristen auf ihrem Territorium vorzugehen.

Nach weiteren militärischen Zusammenstößen Ende Februar, darunter dem ersten Luftschlag Indiens auf pakistanischem Gebiet seit 1971, und nach Angaben Islamabads dem Abschuss zweier indischer Kampfflugzeuge hatten mehrere Länder beide Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Aktuell befindet sich Außenminister Heiko Maas in Pakistan, wo er nochmals die Besorgnis der Bundesregierung über die jüngsten Spannungen mit Indien zum Ausdruck bringen will.

Streit um Kaschmir

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 beanspruchen beide Länder Kaschmir für sich - sie kontrollieren jeweils einen Teil. Die beiden Atommächte führten bereits zwei Kriege um das Himalaya-Tal.

(gi/dpa)