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Kasachstan bietet sich als Vermittler an

12.11.2019 19:12 Uhr

Erneut hat sich Kasachstan als Vermittler im Ukraine-Konflikt angeboten. Hintergrund ist das Ringen um einen neuen Termin für einen Gipfel im sogenannten Normadie-Format. Zu dieser Gruppe gehören die Ukraine, Russland, Frankreich und Deutschland.

"Ich bin der Ansicht, dass wir ein separates persönliches Treffen zwischen den Präsidenten Russlands und der Ukraine brauchen", sagte der frühere Präsident der Ex-Sowjetrepublik, Nursultan Nasarbajew, am Dienstag der Staatsagentur Kazinform zufolge.

Er habe dazu bereits mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen. "Der Moment scheint mir günstig zu sein." Mit Blick auf das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj sagte Nasarbajew weiter: "Ich habe das Einverständnis Selenskyjs zu einem Vier-Augen-Gespräch bekommen." In Kiew wurde die Äußerung bislang nicht kommentiert.

Kreml nicht abgeneigt

Der Kreml zeigte sich nicht abgeneigt von einem Treffen im zentralasiatischen Kasachstan: "Putin hat gesagt, dass er solche Treffen niemals ablehnt, auch dieses nicht", sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Es sollte aber gut vorbereitet sein. "In dieser Hinsicht konzentrieren wir uns derzeit auf die Vorbereitung des Prozesses im Normandie-Format."

Dazu telefonierte am Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Kremlchef. Ein Datum für ein Gipfeltreffen wurde auch danach nicht genannt. Kasachstan war in der Vergangenheit bereits mehrfach Gastgeber für Gespräche, die zu einem Endes des Bürgerkriegs in Syrien führen sollen.

In dem seit 2014 währenden Konflikt im Osten der Ukraine starben UN-Schätzungen zufolge bislang rund 13 000 Menschen. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt seit längerem auf Eis.

(an/dpa)

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