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Kartenverkäufe für DFB-Heimspiele laufen schleppend

13.11.2019 15:56 Uhr

Will etwa niemand mehr die Nationalmannschaft spielen sehen? Die Kartenverkäufe für die beiden letzten Heimspiele der DFB-Elf in diesem Jahr verlaufen mehr als nur schleppend.

Für die abschließenden EM-Qualifikationsspiele am Samstag in Mönchengladbach gegen Weißrussland und drei Tage später in Frankfurt/Main gegen Nordirland sind bislang erst 30.000 beziehungsweise 37.000 Tickets abgesetzt worden. "Wir kommen aus einer lange Phase der Begeisterung, in der Dinge fast von alleine liefen. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir mehr tun müssen, um das Niveau halten zu können", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff über den seit dem WM-Debakel in Russland zu beobachtenden Trend. Es sei aber ein Klagen auf hohem Niveau, betonte Bierhoff: "Im internationalen Trend stehen wir mit über 90 Prozent Auslastung vorne. Damit wären auch die meisten Bundesligaklubs zufrieden."

Späte Anstoßzeiten und unaufregende Gegner?

Kapitän Manuel Neuer zeigte Verständnis für die Anhänger. "Die Anstoßzeiten sind wieder sehr spät, im November ist das Wetter in Deutschland nicht optimal, und bei allem Respekt: Wir spielen nicht gegen Mannschaften, wo man erwarten kann, dass jeder ins Stadion kommt", sagte der Nationaltorhüter.Neuer machte auch die allgemeine Entwicklung im Fußball für den Trend verantwortlich: "Durch die vielen Wettbewerbe auf Vereinsebene wird der Fußballfan mit Spielen befeuert." Teamkollege Leon Goretzka forderte daher: "Man muss zusehen, dass der Fußball das bleibt, was er ist: ein Volkssport." Das DFB-Team könne nur versuchen, "auf dem Platz so attraktiv wie möglich" zu spielen. Generell hätte die neuformierte Nationalmannschaft viel zu bieten, meinte Goretzka: "Wir sind ein kunterbunter Haufen mit richtig geilen Typen."

(be/afp)

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