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Karl Geiger Zweiter hinter Marius Lindvik

1.1.2020 17:59 Uhr

Für die deutschen Skispringer läuft es in diesem Jahr gut rund. Beim Neujahrsspringen der 68. Vierschanzentournee holte sich Karl Geiger den zweiten Platz und darf davon träumen, als erster Deutscher nach Sven Hannawald vor 18 Jahren den Titel zu holen. Mit zwei zweiten Plätzen sind die Chancen des Oberstdorfers nicht schlecht - auch weil der Sieger von Oberstdorf, Ryoyu Kobayashi aus Japan, nur auf dem vierten Rang landete. Der Norweger Marius Lindvik holte sich den Sieg in Garmisch-Partenkirchen.

Geiger lag nach Sprüngen auf 132,0 und 141,5 m mit 285,0 Punkten nach einem packenden Wettbewerb umgerechnet rund zweieinhalb Meter hinter Lindvik (289,8), der bei seinem ersten Weltcupsieg mit 143,5 m im ersten Durchgang den genau zehn Jahre alten Schanzenrekord des Schweizers Simon Ammann einstellte. In der Gesamtwertung reduzierte Geiger als Zweiter den Rückstand auf den führenden Kobayashi, der auf 282,1 Punkte kam. Kobayashi verpasste es, als erster Skispringer seinen sechsten Tournee-Tagessieg in Serie zu feiern.

Gutes deutsches Gesamtergebnis

In einem vor allem im ersten Durchgang vom wechselnden Wind beeinflussten Springen kam Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) mit einem starken zweiten Sprung auf Platz zehn (266,1/129,0+134,5). Eisenbichler, im Vorjahr in Garmisch wie in der Tournee-Gesamtwertung Zweiter, bestätigte damit seinen Aufwärtstrend. Zweitbester Deutscher war Constantin Schmid (Oberaudorf), der als Siebter (271,5/134,5+134,5) sein bestes Weltcupergebnis einstellte. Team-Weltmeister Stephan Leyhe (Willingen), Tournee-Dritter des Vorjahres, wurde 16., Pius Paschke (Kiefersfelden), kam auf Rang 20.

Österreichs Topstar Stefan Kraft, als Tournee-Vierter nach Garmisch gereist, büßte Punkte ein und kam nur auf Platz 13. Sein Teamkollege Gregor Schlierenzauer, wie Kraft von einem Virus geschwächt, schied nach Oberstdorf ein weiteres Mal im ersten Durchgang aus.

(ce/afp)

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