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Kapitalflucht betrifft Türkei auch nicht schlimmer, als andere Länder

13.8.2020 22:14 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei sei ebenso wie andere Länder von globalen Kapitalbewegungen betroffen, sagte der Finanzminister am 12. August und verwies auf den Verlust der türkischen Lira.

"Die Türkei ist viel weniger als zuvor von Wechselkursschwankungen betroffen", sagte Berat Albayrak gegenüber CNN Turk: "Die Türkei hat die Schwankungen unter Kontrolle."

Böswillige Währungsmanipulation vermutet

Die türkische Lira hat seit Anfang des Jahres rund 22 Prozent ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren. Der Dollar/Lira-Wechselkurs erreichte am vergangenen Donnerstag ein Allzeithoch von rund 7,37.

"Was zählt, ist nicht die Höhe des Wechselkurses, sondern ob er wettbewerbsfähig ist", sagte Albayrak. Böswillige Währungsmanipulationen werden nicht mehr funktionieren, da das Land auf ein "Modell der nationalen wirtschaftlichen Unabhängigkeit" umgestellt habe.

Türkei wird Wirtschaft wieder normalisieren

Albayrak wies auf die rasche Belebung der Wirtschaft im Mai und Juni und sagte, die Türkei werde im zweiten Quartal dieses Jahres aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu den am wenigsten betroffenen Ländern gehören.

"Wir werden zu den an den schnellsten normalisierten Ländern der Welt gehören", sagte er.

Im ersten Quartal 2020 wuchs die türkische Wirtschaft nach Angaben von TurkStat gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent. Der erste Covid-19-Fall wurde Ende des ersten Quartals bestätigt. Alle Wirtschaftsdaten zeigen eine Erholung der Türkei, so Albayrak.

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