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Kanzlerin Merkels Reise-Odysee - Mit dem Linienflieger nach Buenos Aires

30.11.2018 10:22 Uhr

Besser spät als nie: nun ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im zweiten Anlauf mit deutlicher Verspätung unterwegs zum G20-Gipfel nach Buenos Aires. Nachdem die Luftwaffen-Maschine "Konrad Adenauer" am Donnerstagabend aufgrund eines Ausfalls der Kommunikationssysteme in Köln landen musste, sitzt die Kanzlerin nun in einem Linienflieger der Fluggesellschaft Ibera von Madrid nach Buenos Aires.

Die Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr war nach dem Ausfall in Köln-Bonn gelandet. Nach einer Übernachtung in Bonn flog Merkel laut Bundesregierung dann mit einer anderen Luftwaffen-Maschine am Morgen nach Madrid, begleitet von einer nur noch "sehr kleinen Delegation", wie es weiter hieß. Die Kanzlerin verpasst nun den Auftakt des G20-Gipfels in der argentinischen Hauptstadt. Geplant ist laut Bundesregierung, dass sie dort nun rechtzeitig zum gemeinsamen Abendessen der Staats- und Regierungschefs eintrifft.

Die Ursache der Panne an der "Konrad Adenauer" wird nun untersucht. Experten zufolge ist der Ausfall des gesamten Kommunikationssystems an Bord eines Flugzeugs ungewöhnlich. Die Luftwaffe schloss am Freitagmorgen aber einen kriminellen Hintergrund als Ursache aus. Vielmehr sei der Ausfall einer elektronischen Verteilerbox der Grund, weshalb die Bundeswehr-Maschine Donnerstagabend in Köln-Bonn landen musste, sagte ein Sprecher.

(be/afp)